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Der missverstandene Hund

  • Autorenbild: danah62
    danah62
  • 31. Jan. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Meine Mutter hat aus dieser amüsanten Begebenheit ein Gedicht gemacht:

 

Ein flotter Meisterbauer, jung und gesund

kaufte für seine Kinder einen schönen Hund.

Wie das nun so ist bei diesen Tieren,

die da streunen auf allen Vieren,

lief das Leben mit dem schönen Hund

plötzlich nicht mehr ganz so rund.

 

Denn der Hund kam mit einem toten Chüngelein

in der Schnauze von draussen rein.

Wie bringt man jetzt dem Nachbarn bei,

dass sein Tierlein ins Jenseits umgesiedelt sei?

Was nun machen in dieser grossen Not?

Das Chüngelein ist unwiederbringlich tot!

 

Weil es noch übelst nach Mist gestunken,

tut man es in gutes Shampoo tunken,

sauber waschen und trocknen mit dem Fön,

so wird das Nagerli zumindest wieder schön.

Danach legt man das herausgeputzte Chüngelein

zum Nachbarn in dessen Chüngelheim.

 

Des Abends kommt der Nachbar daher.

Er sagt, er verstehe die Welt nicht mehr.

„Vor zwei Tagen ist mir ein Chüngeli verreckt,

das habe ich gut in deinem Miststock versteckt.

Nun liegt aber das tote Chüngelein

rundum sauber in seinem Chüngelheim.“

 

Die Moral von der Geschicht:

 

Bringt dir dein Hund ein totes Viechli heim

Mach dir darauf noch keinen Reim.

Lauf zum Nachbarn wegen der Sache

damit man den Reim gemeinsam mache.

So musst du nicht Baden und Fönen das Tierli

und säufst stattdessen gemütlich ein Bierli.

 
 
 

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